Monthly Archives: Januar 2014

Keine Reduzierung der Nürnberger Fahrradwege!

Auf den Vorschlag der FDP Nürnberg, die Radwegführung am Friedrich-Ebert-Platz zu ändern (nordbayern.de berichtete am 6.1.) erklärt Stefan Gerbig, fahrradfahrender Stadtratskandidat der LINKEN LISTE:„Der Vorschlag der FDP zur Radwegführung ist unehrlich und verkehrspolitisch falsch.”Unehrlich ist der Beitrag der Liberalen, weil er vorgibt, entlang des Sicherheitsinteresses der Radfahrer zu argumentieren. Dabei kann kaum kaschiert werden, dass es der FDP darum geht, noch mehr Fahrbahnfläche für den Autoverkehr zu schaffen – und zwar auf Kosten der Radfahrer und Fußgänger.

Inhaltlich falsch ist der Vorschlag zudem,  da es eben nicht so ist, dass Gefahrsituationen entstehen, weil Radwege und Autofahrstreifen sich die Straße teilen. Gefährliche Situationen entstehen, weil einige AutofahrerInnen scheinbar immer noch nicht daran gewöhnt sind, dass die gemeinsame Benutzung der Straße der Regelfall in der Stadt ist und die Fahrradspur keine Erweiterung der Fahrbahn darstellt. Dieser falschen Gewohnheit noch entgegenzukommen, wie es die FDP tut, löst das Problem nicht, sondern verschärft es für alle VerkehrsteilnehmerInnen.

Zudem geht der FDP-Vorschlag an der verkehrspolitischen Realität völlig vorbei. So hat der ADFC festgestellt, dass die ohnehin zu geringen Mittel für den Radwegeabau meist falsch, nämlich zugunsten einiger weniger großer Projekte verwendet werden. Angesichts dieser Ausgangslage ist es fahrlässig, den Rückbau von schon bestehenden Radwegen zu fordern.

Solchen unüberlegten Verkehrskonzepten möchte ich folgende verkehrspolitischen Eckpunkte entgegensetzen:
1. Die Verkehrspolitik der Stadt muss – entgegen des bisherigen Kurses und des Vorschlags der FDP – Fußgängern und Radfahrern mehr, nicht weniger, Raum verschaffen.
2. Radspuren auf den Straßen müssen der Regelfall werden – gerade im Sinne der Sicherheit!
3. In meinen Augen besonders drängend wäre in dieser Hinsicht ein Eingreifen zwischen Peterskirche und An den Rampen (also entlang der Landgraben-, Wölckern-, Schweigger- und Harsdörfferstraße), in der Wodanstraße, im Anfangsbereich der Regensburger Straße, entlang der Bahnhofstraße zwischen Hauptbahnhof und Ohm-Hochschule sowie in der äußeren Bayreuther zwischen Welserstraße und Rathenauplatz.

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Winter in Nürnberg: Luxus für die Oberschicht – Frieren für die Arme

Man mag sich nicht vorstellen, wie sich wohl eine obdachlose Person nun an Weihnachten fühlen mag, wenn sie den Bahnhof passiert: Eine einzige Großbaustelle, Hotel neben Hotel, hunderte Zimmer, tausende Schlafmöglichkeiten, immer mehr im entstehen: Und zu keiner davon gibt es für Menschen in Not Zugang.

19 Jahre lang stand nun die Oberpostdirektion leer, natürlich gut abgesichert gegen alle, für die die völlig ungenutzten Räume vielleicht eine letzte Rettung in einem harten Winter gewesen wären. Zugang bekommen nun aber nicht die Bedürftigen, sondern ein sogenannter Immobilienentwickler, der „Nobelhotel, Büros und ein Ärztehaus mit Klinik”  (nordbayern.de) in der Mauern des alten Gebäudes errichten will.

Hierzu der Stadtratskandidat Stefan Gerbig: „OB Maly hat scheinbar das Heft des Handelns völlig aus der Hand gegeben. Anstatt den Ärmsten unter den Bürgerinnen und Bürger Nürnbergs zur Seite zu stehen, wird der ohnehin knappe Raum in der Stadt zu Spekulationszwecken verteilt.“

Gerbig weiter: „Mangel an bezahlbarem Wohnraum, Menschen, welche sich die Heizkosten nicht mehr leisten können und gleichzeitig eine Luxus-Sanierung nach der anderen. OB Maly muss endlich beweisen, dass er der Vertreter der Bürger- und nicht nun der Investmentinteressen ist.“

Abschließend meint Stefan Gerbig: “Deshalb fordere ich die Stadt Nürnberg dazu auf, endlich einen sinnvollen, langfristigen und verbindlichen Plan für ein soziales Nürnberg aufzulegen. Sozialer Wohnungsbau, eine bezahlbare Nutzung der Infrastrukltur für alle und insbesondere die Unterstützung der von Armut betroffenen Menschen müssen endlich wieder Priorität haben!“

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Zur Radverkehrssituation in Nürnberg

Anlässlich des ernüchternden Fazits, dass der ADFC unlängst bei seiner Auswertung der Radverkehrssituation in Nürnberg zieht, erklärt Stefan Gerbig, Fahrradfahrer und Kandidat der LINKEN LISTE:„Was seit Jahren unter Nürnberger Radfahrern diskutiert wird, wurde durch die verdienstvolle Erhebung des ADFC bestätigt: Die Radverkehrspolitik der Stadt ist verfehlt; die Stadtregierung verpasst es entgegen aller Warnungen immer noch, den Zeichen der Zeit zu folgen und Nürnberg fahrradfahrerfreundlich zu gestalten . Nicht zuletzt die von der Initiative „Critical Mass“ als Mahnmale für getötete Radfahrer aufgestellten „Ghost Bikes“ erinnern daran, dass die Unfähigkeit oder der Unwillen der Verantwortlichen, die Radwegsituation zu verbessern, Bürgerinnen und Bürger mitunter in Lebensgefahr bringt.Aber nicht allein die Gefahr, die für Leib und Leben der Fahrradfahrer und auch Fußgänger von den unzureichend ausgebauten Radwegen ausgeht, zwingt zu einem Wandel Nürnbergs zu einer radfreundlichen Stadt: In Zeiten von immer knapper werdender Rohstoffen muss e ine Alternative weg von dem einseitigen Favorisieren des Autoverkehr s hin zu einem zeitgemäßen Verkehrskonzept, wo neben dem ÖPNV auch das Radfahren eine zentrale Rolle einnimmt. Für die Menschen in unserer Stadt bedeutet das letztendlich eine Alternative zu Lärm, Stress (auch auf Seiten der Autofahrer), Luftverschmutzung und einem einer Betonwüste gleichenden Stadtbild.

Ich werde mich vehement dafür einsetzen, dass Nürnberg seine Rückständigkeit auf diesem Gebiet aufarbeitet! Erste Schritte wären dazu bauliche Absicherungen von Gefahrenschwerpunkten, die Sanierung und der Ausbau des Radwegnetzes, ein Ausbau und eine Vereinfachung des NorisBike-Systems sowie die Garantie, dass wenigstens die meistbefahrenen Radwege frei von Schlaglöchern und – je nach Jahreszeit – frei von Schneebergen sind“

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