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Keine Reduzierung der Nürnberger Fahrradwege!

Auf den Vorschlag der FDP Nürnberg, die Radwegführung am Friedrich-Ebert-Platz zu ändern (nordbayern.de berichtete am 6.1.) erklärt Stefan Gerbig, fahrradfahrender Stadtratskandidat der LINKEN LISTE:„Der Vorschlag der FDP zur Radwegführung ist unehrlich und verkehrspolitisch falsch.”Unehrlich ist der Beitrag der Liberalen, weil er vorgibt, entlang des Sicherheitsinteresses der Radfahrer zu argumentieren. Dabei kann kaum kaschiert werden, dass es der FDP darum geht, noch mehr Fahrbahnfläche für den Autoverkehr zu schaffen – und zwar auf Kosten der Radfahrer und Fußgänger.

Inhaltlich falsch ist der Vorschlag zudem,  da es eben nicht so ist, dass Gefahrsituationen entstehen, weil Radwege und Autofahrstreifen sich die Straße teilen. Gefährliche Situationen entstehen, weil einige AutofahrerInnen scheinbar immer noch nicht daran gewöhnt sind, dass die gemeinsame Benutzung der Straße der Regelfall in der Stadt ist und die Fahrradspur keine Erweiterung der Fahrbahn darstellt. Dieser falschen Gewohnheit noch entgegenzukommen, wie es die FDP tut, löst das Problem nicht, sondern verschärft es für alle VerkehrsteilnehmerInnen.

Zudem geht der FDP-Vorschlag an der verkehrspolitischen Realität völlig vorbei. So hat der ADFC festgestellt, dass die ohnehin zu geringen Mittel für den Radwegeabau meist falsch, nämlich zugunsten einiger weniger großer Projekte verwendet werden. Angesichts dieser Ausgangslage ist es fahrlässig, den Rückbau von schon bestehenden Radwegen zu fordern.

Solchen unüberlegten Verkehrskonzepten möchte ich folgende verkehrspolitischen Eckpunkte entgegensetzen:
1. Die Verkehrspolitik der Stadt muss – entgegen des bisherigen Kurses und des Vorschlags der FDP – Fußgängern und Radfahrern mehr, nicht weniger, Raum verschaffen.
2. Radspuren auf den Straßen müssen der Regelfall werden – gerade im Sinne der Sicherheit!
3. In meinen Augen besonders drängend wäre in dieser Hinsicht ein Eingreifen zwischen Peterskirche und An den Rampen (also entlang der Landgraben-, Wölckern-, Schweigger- und Harsdörfferstraße), in der Wodanstraße, im Anfangsbereich der Regensburger Straße, entlang der Bahnhofstraße zwischen Hauptbahnhof und Ohm-Hochschule sowie in der äußeren Bayreuther zwischen Welserstraße und Rathenauplatz.

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