Tag Archives: Stadtrat

Winter in Nürnberg: Luxus für die Oberschicht – Frieren für die Arme

Man mag sich nicht vorstellen, wie sich wohl eine obdachlose Person nun an Weihnachten fühlen mag, wenn sie den Bahnhof passiert: Eine einzige Großbaustelle, Hotel neben Hotel, hunderte Zimmer, tausende Schlafmöglichkeiten, immer mehr im entstehen: Und zu keiner davon gibt es für Menschen in Not Zugang.

19 Jahre lang stand nun die Oberpostdirektion leer, natürlich gut abgesichert gegen alle, für die die völlig ungenutzten Räume vielleicht eine letzte Rettung in einem harten Winter gewesen wären. Zugang bekommen nun aber nicht die Bedürftigen, sondern ein sogenannter Immobilienentwickler, der „Nobelhotel, Büros und ein Ärztehaus mit Klinik”  (nordbayern.de) in der Mauern des alten Gebäudes errichten will.

Hierzu der Stadtratskandidat Stefan Gerbig: „OB Maly hat scheinbar das Heft des Handelns völlig aus der Hand gegeben. Anstatt den Ärmsten unter den Bürgerinnen und Bürger Nürnbergs zur Seite zu stehen, wird der ohnehin knappe Raum in der Stadt zu Spekulationszwecken verteilt.“

Gerbig weiter: „Mangel an bezahlbarem Wohnraum, Menschen, welche sich die Heizkosten nicht mehr leisten können und gleichzeitig eine Luxus-Sanierung nach der anderen. OB Maly muss endlich beweisen, dass er der Vertreter der Bürger- und nicht nun der Investmentinteressen ist.“

Abschließend meint Stefan Gerbig: “Deshalb fordere ich die Stadt Nürnberg dazu auf, endlich einen sinnvollen, langfristigen und verbindlichen Plan für ein soziales Nürnberg aufzulegen. Sozialer Wohnungsbau, eine bezahlbare Nutzung der Infrastrukltur für alle und insbesondere die Unterstützung der von Armut betroffenen Menschen müssen endlich wieder Priorität haben!“

Leave a Comment

Filed under Uncategorized

Zur Radverkehrssituation in Nürnberg

Anlässlich des ernüchternden Fazits, dass der ADFC unlängst bei seiner Auswertung der Radverkehrssituation in Nürnberg zieht, erklärt Stefan Gerbig, Fahrradfahrer und Kandidat der LINKEN LISTE:„Was seit Jahren unter Nürnberger Radfahrern diskutiert wird, wurde durch die verdienstvolle Erhebung des ADFC bestätigt: Die Radverkehrspolitik der Stadt ist verfehlt; die Stadtregierung verpasst es entgegen aller Warnungen immer noch, den Zeichen der Zeit zu folgen und Nürnberg fahrradfahrerfreundlich zu gestalten . Nicht zuletzt die von der Initiative „Critical Mass“ als Mahnmale für getötete Radfahrer aufgestellten „Ghost Bikes“ erinnern daran, dass die Unfähigkeit oder der Unwillen der Verantwortlichen, die Radwegsituation zu verbessern, Bürgerinnen und Bürger mitunter in Lebensgefahr bringt.Aber nicht allein die Gefahr, die für Leib und Leben der Fahrradfahrer und auch Fußgänger von den unzureichend ausgebauten Radwegen ausgeht, zwingt zu einem Wandel Nürnbergs zu einer radfreundlichen Stadt: In Zeiten von immer knapper werdender Rohstoffen muss e ine Alternative weg von dem einseitigen Favorisieren des Autoverkehr s hin zu einem zeitgemäßen Verkehrskonzept, wo neben dem ÖPNV auch das Radfahren eine zentrale Rolle einnimmt. Für die Menschen in unserer Stadt bedeutet das letztendlich eine Alternative zu Lärm, Stress (auch auf Seiten der Autofahrer), Luftverschmutzung und einem einer Betonwüste gleichenden Stadtbild.

Ich werde mich vehement dafür einsetzen, dass Nürnberg seine Rückständigkeit auf diesem Gebiet aufarbeitet! Erste Schritte wären dazu bauliche Absicherungen von Gefahrenschwerpunkten, die Sanierung und der Ausbau des Radwegnetzes, ein Ausbau und eine Vereinfachung des NorisBike-Systems sowie die Garantie, dass wenigstens die meistbefahrenen Radwege frei von Schlaglöchern und – je nach Jahreszeit – frei von Schneebergen sind“

Leave a Comment

Filed under Uncategorized